Melanie Schubert – Ein Millionär unterm Weihnachtsbaum

Eindruck vor dem Lesen und Erwartungen

Dieses Buch wurde mir, aus welchem Grund auch immer, von meiner Kindle-App vorgeschlagen. Auf anderen Downloads kann dieser Vorschlag eigentlich nicht basieren. Ich mache eigentlich einen großen Bogen um Bücher dieser Art.

Da er mir kurz vor Weihnachten vorgeschlagen wurde, kann es auch einfach daran liegen, dass der Titel etwas mit Weihnachten zu tun hat.

Jetzt wird sich vermutlich jeder fragen, warum ich dieses Buch trotzdem gelesen habe.

Nunja. Der Download war kostenlos. Es tauchte einfach hartnäckig jeden Tag in meinen Empfehlungen auf. Und vielleicht macht es ja Spaß?

Vielleicht liege ich aber auch völlig falsch und es handelt sich hierbei um eine anspruchsvolle und tiefgründige Geschichte, in der kein SO toll aussehender Typ angeschmachtet wird und…

Das Cover lässt eindeutig auf das Gegenteil schließen.

Der Untertitel “Liebesroman” auch.

Und der Klappentext tut sein Übriges:

“Endlich Weihnachten! Und dieses Jahr klappt es garantiert – alles wird anders. Hab ich gedacht! Bis vor zwei Tagen standen die Chancen dafür auch gar nicht so schlecht. Aber … offenbar wieder Fehlanzeige. Ist ja auch nicht so schlimm. Ich sitze am Heiligabend doch gerne mit meinen Eltern bei Kaffee und Kuchen, um dem Nachbarschaftstratsch zu lauschen. Was gibt’s Schöneres? Und mal ehrlich – was soll ich überhaupt mit einem Mann? Wozu brauche ich ‘ne starke Schulter? Was bringt mir ein ausgewachsener Kerl, der zärtlich ist, zuhören kann und …? Nö, so einer kann mir gestohlen bleiben. Ehrlich!

Aber ich merke schon, so wird das auch nichts. Deshalb springe ich mal zum Anfang der Geschichte. Das erklärt vielleicht ein paar Dinge. Insbesondere, warum ich mich – einen Tag vor Heiligabend – am liebsten aus dem Fenster stürzen oder wenigstens sinnlos besaufen möchte. Wer wissen will, was diesen emotionalen Super-GAU ausgelöst hat, sollte weiterlesen …”

Darunter ein Herz bestehend aus Zeichen, “hEl”s und in der Mitte ein “Frohes Fest für alle”. Sehr nett.

Ich fühle mich ein wenig gemein.

Bei Amazon hat das Buch übrigens ziemlich viele sehr gute Bewertungen… bei Lovelybooks sind die doch ein wenig verhaltener.

 

Rezension

1,5 Sterne

 

 

Ich habe leider versäumt eine Rezension direkt nach dem Lesen zu schreiben und habe deshalb auch vergessen wie viele Sterne ich den einzelnen Kategorien geben würde. Aber ich habe vermerkt, dass ich dem Ganzen höchsten 2 Sterne gebe. Und zwar, weil ich mich so gefreut habe, dass sie am Rasthof Buddikate gehalten haben. Der Rasthof weckt ein paar lustige Kindheitserinnerungen, die ich hier aber nicht zum Besten geben werde. Sie sind vermutlich auch nur für meine Schwestern und mich lustig.

Wie auch immer. Meine Rezension sieht dieses Mal ein wenig anders aus. Ich habe während des Lesens fleißig bei GoogleDocs Notizen gemacht. Ich weiß leider nicht, wie ich es in einer  vernünftigen Rezension verpacken soll.. Ich schreibe eigentlich gerne ganz nette Rezensionen.

Ich fühle mich nachwievor ein wenig gemein.

Wie auch immer. Diese Rezension ist eher ein Livebericht meiner Gedanken während des Lesens. Viel Spaß oder so 😉

 

Geht schon auf der ersten Seite gut los: Freundinnen, die sich “Schätzchen” nennen. Großartig. Das klingt immer so von oben herab..

Aber ein wenig Humor ist auch dabei. Das ist gut.

Die Freundin Lucy finde ich von Anfang an supernervig. Unsympathisch. Oh Gott ist die nervig und dumm. Und die ist Ärztin?!?

Die lässt sie ja nichtmal ausreden. Nicht sehr tiefgründiges Gespräch. Nichtssagend. Genauso wie man sich Gespräche mit der besten Freundin wünscht. 🙄

Sie ist 32 und hat ihre Freundin bei einer Ü-30-Party kennengelernt. Und nennt das “eine Ewigkeit her” ?!?  Das ist schon ein wenig traurig wenn 2-3 Jahre „eine Ewigkeit“ sind…

Der Stil ist nicht gerade so, dass man es gut lesen kann. Man denkt schnell an interessantere Dinge und muss sich zwingen wieder weiter zu lesen

Die Autorin schafft es aber gut den richtig unsympathischen Menschen so richtig unsympathisch zu machen. Immerhin. Und die Hauptperson scheint fast etwas sympathisch. Jedenfalls während sie arbeitet.

Etwas voraussehbar

Diese Freundin.. Also diese Freundschaft. Die ist echt schrecklich! Kann man das überhaupt Freundschaft nennen?

Ich glaube es soll lustig sein

Ohja. da ist DER Typ. Der SO toll ist. juhuuu

“Heuer” ?? ernsthaft?? Ich dachte sie lebt in Hamburg! Da war vorher schon so ein komisches Wort… aber schön die Orte in Hamburg und die Orte der Umgebung. Man kennt die.

Sie macht sich ganz schön viele Gedanken darüber wie ihr Gesicht vermeintlich aussieht

Sie wirkt schon ein wenig notgeil, was sie sich da alles ausmalt

Und sie kichert immer so viel

Viele Wortwiederholungen im Stil

Und warum sagen immer alle Schätzchen?!?

Ach aber eigentlich ist Ernestine fast sympatisch. Sie ist nicht so die extreme Tussi und eher bodenständig. Immerhin etwas Gutes. Und Tom ist auch nicht so der Macho und Draufgänger. Jedenfalls nicht zu sehr. Er mag auch paar normale Sachen

Aber der leichte Humor teilweise ist schon ganz gut. Wie die Autorin über Frühstücksfernsehen schreibt zumindest. Und dann wieder ist dieser Humor so flach und so blöd. Zum Augenrollen

Aber Ernestine ist eigentlich sympathisch. Hat irgendwie den falschen Job. Aber hat ein Gewissen in der Welt wo sich reiche Menschen gerne zerfleischen

Sie kichert zu viel.

Gut. die Szene ist nicht zu detailliert. Immerhin was.

Es langweilt mich! Es ist so.. Es passiert wenig. Ohman. Es ist echt langweilig.

Ohje und dann nervt mich Ernestine wieder so! Dieses hin und her mit Tom und schmollen und beleidigt sein und OHMAN! Nur in geschäftlichem ist sie sympathisch und verhält sich nachvollziehbar?!

Das ist echt zu viel künstliches Drama, was eigentlich gar keins sein müsste.

Diese Liebesgeschichte wirkt auch so.. Hm. irgendwie nicht so richtig gut. Also ich lese sowas nicht viel. Vielleicht muss es so. Aber irgendwie wirkt es nicht echt

Okay. und dann geht es schnell

Das allerletzte Ende meiner Notizen habe ich gekürzt um nichts zu verraten. (also falls bei einem Buch dieser Art Spoiler möglich sind..)

Meinung nach dem Lesen

Ein abschließendes Fazit, oder etwas, was dem ein wenig nahe kommt, findet sich am Ende auch in meinen Notizen:

Hm. Irgendwie eine Geschichte ohne wirklich viel Handlung. Vorhersehbar. Schnell gelesen. Konstruiert. Langweilig. Einfach als würde der nächste normale Mensch etwas Alltägliches erzählen.

Also.. Ja, kann man lesen. Ist zeitweise auch ein wenig unterhaltsam. Aber ansonsten zu viel künstliches Drama und leider auch nicht wirklich spannend.

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